
Ich habe in Eritrea drei Jahre als Schneider gearbeitet und war auch während meiner Flucht in verschiedenen Ländern als Schneider tätig. Im März 2014 kam ich in Deutschland an. Damals durfte man mit Duldung noch keinen Integrationskurs besuchen und auch nicht arbeiten.
Ein Freund erzählte mir, dass man am IBS auch mit Duldung einen Sprachkurs mit Berufsorientierung machen kann. Da Kochen mein Hobby ist, haben wir in der beruflichen Beratung eine Ausbildung zum Koch gesucht. Erst habe ich ein Praktikum in einem Hotel gemacht und dann durfte ich trotz rechtlicher Schwierigkeiten doch noch mit der Ausbildung starten.
Die Ausbildung bei DEHOGA Thüringen begann 2016 und fiel mir wegen der Sprache sehr schwer. Aber ich hatte nette Lehrerinnen, die mich unterstützt haben. Mit der Zeit haben sich dann meine Noten verbessert. Mit der Ausbildung habe ich auch einen Schulabschluss bekommen.
Seitdem war ich in verschiedenen Gaststätten und Hotels tätig. Mittlerweile arbeite ich im Pelto Bad Sonstedt.
Ich lerne gern neue Gerichte kennen und möchte irgendwann ein eigenes Restaurant aufmachen, in dem ich die eritreische und die deutsche Küche vereinen kann.
Mein Tipp für Neuankommende: Sei geduldig und kämpfe! Wenn dir ein Weg versperrt ist, musst du einen anderen suchen. Es gibt tolle Projekte für Geflüchtete, die dir dabei helfen.