Viele Menschen kommen neu aus anderen Ländern in die Europäische Union nach Deutschland.
Diese Menschen nennt man: Neuzugewanderte Unionsbürger.
Manche leben in einer sehr schwierigen und unsicheren Situation.
Oft gibt es Krisen in ihrem Leben.
Zum Beispiel: Sie werden krank.
Sie verlieren ihre Wohnung.
Sie haben keine Arbeit.
Es ist oft schwieriger für sie, Hilfe vom Staat zu bekommen.
Zum Beispiel bekommen sie manchmal kein Geld vom Amt.
Manche wissen nicht, welche Rechte sie haben.
Oft erleben diese Menschen Diskriminierung.
Diskriminierung heißt: Menschen werden ungerecht behandelt.
Sie erleben auch Rassismus.
Rassismus heißt: Menschen werden nur wegen ihrer Herkunft schlecht behandelt.
Manche erleben Antiziganismus.
Das heißt: Sie werden angefeindet, weil sie Rom*nja oder Sinti*zze sind.
Manche erleben antislawischen Rassismus.
Das heißt: Sie werden angefeindet, weil sie aus Polen, Bulgarien, Rumänien oder anderen osteuropäischen Ländern kommen.
Viele Menschen werden bei der Arbeit ausgenutzt.
Das heißt: Sie bekommen wenig Geld oder arbeiten unter schlechten Bedingungen.
Manche werden Opfer von Menschenhandel.
Manche haben gar kein Geld.
Viele haben keine Krankenversicherung.
Das heißt: Sie bekommen schwer medizinische Hilfe.
Auch die Familie hat besondere Probleme.
Oft sind Wohnungen zu klein.
Es fehlt Geld für Betreuung der Kinder oder um zur Schule zu gehen.
Rom*nja und Sinti*zze sind besonders stark betroffen.
Das bedeutet: Sie erleben diese Probleme besonders oft.
Wichtige Informationen:
– Viele neue EU-Bürger haben große Probleme.
– Sie brauchen oft dringend Hilfe.
– Besonders Rom*nja und Sinti*zze haben es schwer.
Mit dem Projekt „Begegnen – Beraten – Wohnen“ wollen wir Menschen helfen.
Menschen sollen Hilfe bekommen.
Jeder Mensch bekommt Beratung.
Die Beratung ist anders für jeden Menschen.
- Welche Möglichkeiten gibt es, in Deutschland bleiben zu dürfen?
Diese Möglichkeiten nennt man aufenthaltsrechtliche Perspektiven. - Wir beraten Sie zum Thema „soziale Sicherung.“
Soziale Sicherung ist Hilfe vom Staat.
Sie bekommen diese Hilfe, wenn Sie in Not sind.
Zum Beispiel:
Sie haben kein Geld,
Sie sind krank,
Oder Sie haben keinen Arbeitsplatz.
Wir helfen Ihnen,
damit Sie die Unterstützung bekommen.
Wir erklären Ihnen, wo Sie Hilfe bekommen.
Wir sagen Ihnen, welche Stellen für Sie zuständig sind.
Wir helfen Ihnen beim Ausfüllen von Formularen. - Wir informieren Sie über wichtige Beratungsstellen.
Diese Beratungsstellen helfen bei verschiedenen Problemen.
Wir begleiten Sie zu diesen Beratungsstellen.
Zum Beispiel:
– Wenn Sie von Menschenhandel betroffen sind.
– Wenn Sie keine Krankenversicherung haben.
– Wenn Sie Schulden haben.
– Wenn Sie eine Wohnung suchen.
– Wenn Sie einen Sprachkurs finden möchten.
Wir nennen Ihnen die richtigen Ansprechpersonen.
Wir helfen Ihnen beim Kontakt aufnehmen. - Sie suchen einen Platz für Ihr Kind in der Schule oder im Kindergarten.
Wir helfen Ihnen dabei.
Wir unterstützen Sie bei der Suche nach einem passenden Platz für Ihr Kind.
Wir helfen auch beim Ausfüllen von Anträgen.
Sie möchten Kindergeld beantragen.
Auch dabei helfen wir Ihnen.
Kindergeld ist Geld vom Staat für Familien mit Kindern.
Sie bekommen jeden Monat Geld für Ihr Kind.
Es gibt noch mehr Unterstützung für Kinder und Familien.
Zum Beispiel das Programm „Bildung und Teilhabe“.
Das bedeutet: Ihr Kind kann bei Ausflügen, Sport, Musik und anderen Sachen mitmachen.
Wir helfen Ihnen beim Beantragen dieser Unterstützung. - Wir helfen Ihnen, Ihre persönliche Arbeits-Situation zu verstehen.
Wir klären gemeinsam, was Sie beruflich machen möchten.
Wir schauen, welche Erfahrungen und Kenntnisse Sie haben.
Wir sprechen über Ihre Wünsche und Ziele für die Arbeit.
Es gibt verschiedene Projekte zur Unterstützung bei der Jobsuche.
Es gibt auch spezielle Beratungsstellen.
Dort können Sie ein Gespräch führen und Fragen stellen.
Sie bekommen hilfreiche Tipps zur Arbeitssuche.
Wir erklären, welche Angebote es in Ihrer Nähe gibt.
Zielgruppe:
Sie kommen aus einem Land der Europäischen Union.
Sie sind benachteiligt.
Das heißt: Sie haben Nachteile.
Wir helfen auch Ihren Kindern, wenn sie unter 18 Jahre alt sind.
Sie sind nicht länger als 5 Jahre in Deutschland.
Auch Menschen, die zu Minderheiten gehören, sind gemeint.
Zum Beispiel Menschen aus den Gruppen Rom*nja und Sinti*zze.
Rom*nja und Sinti*zze sind Gruppen, die oft Nachteile haben.
Das heißt: Die Menschen werden oft ausgeschlossen.
Die Menschen dürfen keine Arbeit haben.
Sie dürfen auch kein Geld vom Staat bekommen.
Der Staat zahlt zum Beispiel Sozial-Hilfe.
Das heißt: Sie bekommen keine Unterstützung nach SGB II, SGB III oder SGB XII.
SGB ist die Abkürzung für Sozial-Gesetz-Buch.
Das Sozial-Gesetz-Buch sind die Regeln für Unterstützung und Hilfe vom Staat.
Wenn ein Mensch zum Beispiel kein Geld hat, kann er Unterstützung bekommen.
Das Projekt richtet sich an viele Mitarbeitende.
Die Mitarbeitenden arbeiten in der Stadtverwaltung in Erfurt.
Auch Mitarbeitende aus anderen wichtigen Einrichtungen in Erfurt gehören dazu.
Diese Mitarbeitenden bekommen Schulungen.
In den Schulungen lernen sie viel.
Die Schulungen erklären zum Beispiel:
Wie leben die Menschen aus den Zielgruppen?
Was brauchen diese Menschen?
Die Mitarbeitenden lernen auch:
So kann ich Menschen gerecht behandeln.
So kann ich Menschen schützen, die wegen ihrer Herkunft benachteiligt werden.
Das nennt man Antidiskriminierung.
Im Projekt lernen die Mitarbeitenden auch über Antiziganismus.
Antiziganismus bedeutet:
Menschen aus Roma- und Sinti-Gruppen werden manchmal schlecht behandelt oder benachteiligt.
Das Projekt hilft, dass alle Menschen fair behandelt werden.
Die Mitarbeitenden sollen die Bedürfnisse der Menschen erkennen und respektieren.
Das Projekt „Begegnen – Beraten – Wohnen (B²W) – Gemeinsam Zusammen in Erfurt“ wird in Kooperation mit dem Amt für Soziales Erfurt und der Caritas Bistum Erfurt durchgeführt.
[1] Wir verwenden hier die durchgestrichene Variante von Antiziganismus, um eine Distanzierung zum Z-Wort deutlich zu machen.

